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Warum schreibt man einen Blog über sich und sein Leben? Gute Frage, die ich hier mal versuche zu erklären.

Eins vorneweg, ich bin nicht wirklich ein Freund der selbst geschriebenen Worte. In der Reha wurde mir aber nahegelegt es doch mal mit Tagebuch schreiben zu versuchen. Umgesetzt war dieser Vorschlag auch ziemlich schnell indem ich in Neuruppin mir ein entsprechendes Buch gekauft habe.
Die darauffolgenden Tage und Wochen versuchte ich dann täglich meine Gedanken niederzuschreiben. Wie es aber so ist, blieb es dabei nicht lange und das Tagebuch landete sprichwörtlich in der Ecke. Nun ist ein Tagebuch auch was ganz Intimes und man lässt eigentlich niemanden hineinschauen.

Blog statt Tagebuch

Leider bin ich ein Mensch, der bei seelischen Notsituationen schnell zur Tastatur greift. Da kommen dann total unüberlegte Zeilen zusammen, die ich auf Facebook teile und die mitunter Freunden echte Sorgen bereiten. Bei einem Post bekam ich sogar einen Anruf aus Singapur, weil sich eine Freundin dort aufhielt. Ich selber nahm mir dann vor, dass ich meine Worte in Zukunft nur noch wohl überlegt teile. Das klappt seit einigen Wochen ziemlich gut.Pia Tagebuch schreiben

Warum nun dieser Blog? Mein Ziel ist es, mein Leben grundlegend zu ändern. Der Umgang mit mir aber vor allem auch mit Freunden und Familienangehörigen darf nicht mehr so sein wie bisher. Auch die berufliche Entwicklung spielt bei meinen Überlegungen eine große Rolle. Ich will meinen Job nicht kündigen, aber trotzdem muss sich was ändern. Außerhalb vom Job gibt es auch große Veränderungen in meinem Leben. Also viel Stoff, um das alles in einem Blog niederzuschreiben.

Die Idee mit dem Blog war spontan dann ziemlich schnell geboren. Eine eigene Domain mit meinem Namen hatte ich bereits eine ganze Weile und mit WordPress kenne ich mich auch ganz gut aus. So war die Website www.frank-kreitner.de ziemlich schnell entworfen und an den Start gebracht.

Das mit den Blogeinträgen verfassen war dann nicht mehr so einfach. Auf der einen Seite stand meine mangelhafte Grammatik als Hindernis. Auf der anderen Seite die Befürchtungen das ich mich lächerlich mache, wenn ich mich darin versuche Artikel zu schreiben.

Kleine Blog-Statistik

Nun ist man ja nicht alleine als sogenannter Blogger unterwegs. Alleine auf der Blog-Plattform Tumblr gab es bis Dezember 2018 weltweit 449 Millionen Blogs mit 167 Milliarden Posts. Da ich auf Deutsch schreibe, ist für mich der hiesige Markt plus Österreich und der Schweiz interessant. Trotz intensiver Suche habe ich da keine wirklich aktuellen Zahlen gefunden. 2016 schätzte man die Anzahl der Blogs in Deutschland auf mindestens 200.000 ein. Eine Zahl, die mir persönlich ziemlich gering vorkommt. Sie ist aber immerhin hoch genug das man mit seinem eigenen Blog untergeht.

Mein Ziel ist es aber nicht oben mit zu schwimmen. Dazu ist die Qualität meines Blogs sicherlich auch nicht gerade die beste. Vielmehr ist es mein Ziel einfach, zu versuchen meine Gedanken und Ideen zu Wort zu bringen und mittels Blog andere zu ermutigen es mir vielleicht gleich zu tun. Und letztendlich wurde Rom auch nicht an einem Tag erbaut. Es dauert also lange, bis sich ein Blog etabliert hat.

Aktuelle Zugriffszahlen www.frank-kreitner.de

Ich habe seit dem Start meines Blogs Mitte Dezember 2018 sechs Blogartikel veröffentlicht und ich versuche alle 2 Tage einen neuen zu veröffentlichen. Die Zugriffszahlen auf meine Website belaufen sich laut Google Analytics auf 181 Nutzer in der Zeit. Dazu kommen dann noch die sozialen Medien. Meine Facebook-Seite hat derzeit 38 Fans, Instagram 152 Abonnenten und Twitter 105 Follower. Alles Zahlen, die enorm ausbaufähig sind. Aber ich finde, das Zahlen erst mal keine Rolle spielen sollten. Wenn man sich zu sehr darauf versteift so viele Fans, Abonnenten und Follower wie möglich zu bekommen, dann kann man sehr schnell der Mut verlieren.

Mir tut es gut zu schreiben und ich lerne auch von Tag zu Tag immer mehr dazu. Und das ist erst mal der Hauptgrund, warum ich einen Blog schreibe. Und wenn ich diverse positive Kommentare bekomme dann ist es umso schöner und ermutigt einem weiter zu schreiben.

 


 

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