Lesedauer 3 Minuten

Nach all den Artikeln, die ich bis jetzt hier veröffentlicht habe wird es nun auch mal Zeit, über meinen derzeitigen Alltag zu berichten.

Also ein ganz normaler Alltag bis jetzt

Wie schon mal erwähnt bin ich Baujahr 1974. Ich habe also die DDR bis zum 15. Lebensjahr miterlebt. Nach der 10. Klasse habe ich eine Berufsausbildung zum Verfahrensmechaniker für Eisen- und Stahlerzeugung absolviert. Diese erfolgreiche Ausbildung war der Grundstock zu meinem bisherigen Leben.

Bis 2017 gibt es dann auch nicht viel zu berichten. Angestellt in der Firma in der ich gelernt habe, Aufstieg bis zum stellvertretenden Schichtführer an einer Walzanlage, Beziehungen und so weiter. Ich hatte nur das Glück, das ich mich nie um einen neuen Job kümmern musste. Also ein ganz normaler Alltag bis jetzt.

Warum habe ich bloß mit dem Radsport aufgehört?

Doch, etwas war dann doch besonders. Auch wenn man es meiner körperlichen Statur nicht wirklich ansieht, habe ich bis 2017 intensiv Radsport betrieben. Mit intensiv meine ich das ich auch an diversen Radrennen teilgenommen habe. So kam ich beim MOL-Cup 2017, welcher aus mehreren Radrennen besteht, glaube unter den TOP 30 in der Gesamtwertung von über 500 Fahrerinnen und Fahrern. Warum nur bis 2017 kann ich mir heute auch nicht mehr wirklich erklären. Es war wohl eher eine falsche Interpretation der Empfehlung meiner Ärztin. Glaube sie meinte nicht gänzlich mit dem Sport aufhören, wo sie sagte, dass ich keinen Sport machen soll.

Pic1 - Zu meinen besten Radsportzeiten

©️Foto: Frank Kreitner – Zu meinen besten Radsportzeiten

War jedenfalls ein riesen Fehler mich so stark vom Sport zurückzuziehen, was man auch jetzt am Gewicht sieht. Der Radsport tat mir jedenfalls unheimlich gut. Mal an freien Tagen oder nach dem Feierabend eine Runde mit dem Rennrad zu drehen macht den Kopf frei von all den Sorgen des Alltags. Mitunter wurde dann aus der Runde auch eine 200 km Tour bis in den Spreewald und zurück. Das vermisse ich schon enorm und ich hoffe, das ich 2019 wieder anfange zu fahren. Dann aber nicht mehr wettkampfmäßig, sondern nur zum Ausgleich im Alltag.

Eintritt in die Kommunalpolitik

Ende 2017 trat dann etwas anderes in mein Leben. Ich beschäftigte mich ab da mit der Kommunalpolitik. Anfangs noch klein in Form einer Mitarbeit im Wahlteam zur Oberbürgermeisterwahl 2018 aber später dann intensiver. Auch in die Partei DIE LINKE. trat ich ein.  

Pic2 - Fraktionsarbeit

©️Foto: Frank Kreitner – Fraktionsarbeit

Noch in der Zeit des Wahlkampfes wurde ich zum sachkundigen Einwohner im Ausschuss für Bildung, Sport, Gleichstellung, Gesundheit und Soziales (BSGGS) gewählt. Eine Art Beisitzer ohne Stimmrecht. Aber für mich eine Vorbereitung für den weiteren Weg in der Kommunalpolitik. Außerdem wurde ich noch zum Elternsprecher in der Klasse meines Sohnes, zum Mitglied im Kreiselternrat Frankfurt (Oder) und zum stellvertretenden Mitglied im Kreisschulbeirat der Stadt Frankfurt (Oder) gewählt. Hat also alles miteinander zu tun und das Thema Bildung und Soziales ist echt eins, was mich interessiert und wo ich mich stärker engagieren möchte.

Nach der gewonnenen Oberbürgermeisterwahl durch René Wilke waren auch Veränderungen in der Fraktion DIE LINKE. in der Stadtverordnetenversammlung von Nöten. In den Monaten zuvor schrieb ich schon sehr oft vertretungsweise Protokoll in den Fraktionssitzungen. Aufgrund dieser Tatsache entschied man sich dazu, mir den Posten des Fraktionsgeschäftsführers anzuvertrauen.

Kreisgeschäftsführer – Eine große Aufgabe

Am 26. Mai kam dann noch eine viel größere Aufgabe auf mich zu. Auf einem Kreisparteitag wurde ich mit großer Mehrheit (nur eine Gegenstimme) zum Kreisgeschäftsführer des Kreisverbandes DIE LINKE. Frankfurt (Oder) gewählt.

Pic4 - Termine sind nun Alltag

©️Foto: Frank Kreitner – Einer von vielen Terminen sind zu meinen Alltag geworden

Seit Mai 2018 bin ich somit zweifacher Geschäftsführer und mit der Organisation der 14-köpfigen Fraktion und des 250 starken Kreisverbandes beschäftigt. Und ich muss sagen, dass ich in diese Aufgabe aufgehe. Sicher ist gerade die Arbeit im Kreisverband nicht immer leicht und jeden Tag lerne ich aufs Neue dazu. Aber letztendlich sind diese Funktionen ein Grund für mein stärkeres Selbstbewusstsein. Ich muss jetzt auf Menschen zugehen, sie ansprechen und auch mitunter harte Diskussionen führen. Gerade Letzteres ist oft ein großes Problem für mich aber von Mal zu Mal werde ich souveräner.

Manche Tage haben nun bis zu 18 Stunden für mich, bevor ich nach Hause komme. Das führt auch oft dazu, dass mein Privatleben etwas zu kurz kommt. Das ist eine zusätzliche Aufgabe für mich. Privates und Geschäftliches in einer Waage zu halten. Bis jetzt funktioniert es meiner Meinung nach ganz gut. Und in den nächsten Monaten wird sich zeigen, was noch so auf mich zukommt. Ich bin offen für jede Aufgabe, die mein Leben positiv verändert.

Creative Commons License Attribution-NonCommercial-ShareAlikeRepublish