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Frank Kreitner

Das Leben neu erfinden

Kategorie: Das Leben neu erfinden Seite 1 von 4

Psychotherapie

Hurra, ich gehe zur Psychotherapie

Lesedauer 3 Minuten

Hurra, ich gehe zur Psychotherapie. Was für ein Titel. Aber ich freue mich irgendwie darauf meine Probleme nachhaltig in den Griff zu bekommen. Am Wochenende hatte ich meinen Zustimmungsbescheid im Briefkasten. Ich hatte echt Glück gehabt bei der „Suche“ nach einem Therapieplatz. Wenn man so die Erfahrungsberichte im Internet liest und auch die Aussagen von Ärzten hört, dann kann das eigentlich bis zu zwei Jahren dauern. Bei mir waren es tatsächlich nur zwei Wochen. 

Sicherlich mag es in Berlin nicht so krass sein, dass man so lange auf einen geeigneten Platz warten muss, aber hier in der Provinz gleicht es quasi einem Sechser im Lotto. Viel spielt bei der Suche auch eine Rolle, ob man ein Vertrauensverhältnis zur Therapeutin oder Therapeuten aufbauen kann. Immerhin wird man mit dieser Person die nächsten Wochen, Monate und vielleicht Jahre zusammenarbeiten müssen. Man wird sein gesamtes Leben offenlegen und mitunter auch an seine Grenzen stoßen.

Vor der Psychotherapie steht das Kennenlernen

Los ging es eigentlich schon im Oktober, kurz nach meiner Reha, mit einigen Terminen zum Kennenlernen. Das Kennenlernen ging bis Anfang Januar. Am Ende dieser ersten Phase stand dann die Entscheidung, dass ich mit Frau S. zusammenarbeiten möchte. Aber auch von ihr kam das Feedback, das sie mir gerne helfen möchte. Und das ist auch wichtig. Es muss beiderseitig passen, sonst hat die ganze Therapie keinen Sinn. Das Ganze musste dann noch von der Krankenkasse genehmigt werden, was bei mir aber zum Glück kein Problem darstellte.

Gestern war es dann endlich soweit, ich hatte meine erste reguläre Therapiestunde. Da ich gestern ziemlich gut drauf war, muss ich echt rübergekommen sein, als ob ich überhaupt keine Probleme habe. Wir redeten nur darüber, wie ich die letzten zwei Wochen so erlebt habe. Wie es mit meiner neuen Freundin läuft, wie der Umgang mit meinem Sohn jetzt so ist, wo seine Mutter und ich getrennt sind.

Dazu muss ich sagen, dass Onno nicht mein leiblicher Sohn ist. Ich habe ihn mit drei Jahren kennengelernt und wir waren von der ersten Sekunde an ein Herz und eine Seele. Ich habe ihn großgezogen und mit meiner Ex-Freundin zu dem gemacht was er jetzt, mit 14 ist. Das Ganze stieß bei Frau S. auf große Bewunderung. Dabei ist das was ganz Normales für mich, da ich Onno liebe, als sei er mein leiblicher Sohn.

Am Ende der Sitzung hatte ich echt den Eindruck, das Frau S. denkt, das sie gar nicht weiß warum ich überhaupt bei ihr bin. Sie beruhigte mich aber, da sie ja in den Vorgesprächen mitbekommen hat, dass ich viele Baustellen habe.

Was steht sonst so an?

Was steht noch so an? So langsam nimmt das politische Leben wieder Fahrt auf. Mit dem Jahreswechsel war es doch ruhiger. Diese Zeit ist nun endgültig vorbei. Die ersten Sitzungen im Kreisvorstand hatte ich bereits. Der Wahlkampf steht vor der Tür, Kreisparteitage müssen organisiert werden und im Mai haben wir auch wieder unser großes Brückenfest. Heute habe ich auch meine erste Ausschusssitzung, im neuen Jahr. Im Ausschuss für Bildung, Sport, Gleichstellung, Gesundheit und Soziales (kurz BSGGS) geht es heute hauptsächlich um den Doppelhaushalt 2019 / 2020 der Stadt. Mal schauen wie lange ich sitze.

Hurra, ich gehe zur Psychotherapie - Members Breakfast
Members Breakfast

Ach, bevor ich es vergesse. Der startete mit dem ersten Members Breakfast im BLOK-O. Eine wunderbare Möglichkeit die anderen Members und auch das Personal kennen zulernen. Spannende Projekte die alle haben. Von Schülernachhilfe, Betreuung von Websites bis hin zu einem Landwirtschaftsprojekt ist alles dabei.

Morgen geht es dann zur Frühschicht, bevor es dann mit zwei Sitzungen im Kreisverband weiter geht. Am Abend treffen wir uns dann mit dem brandenburgischen Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Andreas Büttner zum Stammtisch.

Derzeit passiert also sehr viel in meinem Leben und ich muss aufpassen, dass ich andere Dinge nicht aus den Augen verliere. Allerdings hat es den positiven Effekt das ich zum Grübeln gar keine Zeit habe. Auch eine Art Therapie.

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