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Das Leben neu erfinden

Lesedauer 2 Minuten

Das Leben neu erfinden. Was verbirgt sich dahinter? Um das zu erklären, muss ich weit in die Vergangenheit gehen, damit man das versteht.

Ich bin Baujahr 1974 und somit 44 Jahre alt. Eigentlich möchte man meinen, dass man in dem Alter sich eine solide Lebensgrundlage erschaffen hat. Man sollte eigentlich zufrieden sein mit seinem Leben. Seit 28 Jahren bin ich ununterbrochen in ein und derselben Firma. Ich habe ein vernünftiges Einkommen, mit dem man sorgenfrei leben kann. All das wovon viele Menschen träumen und die mit Sicherheit nicht verstehen können, warum man unzufrieden ist. Die nicht verstehen können, warum man sich neu erfinden will.

Der Grund

Der Grund ist simpel aber zugleich auch kompliziert. Ich leide unter Depressionen. Das ich diese Krankheit habe weiß ich allerdings erst seit 2008. Vorher war ich für alle der mürrische und schlecht gelaunte.

Sogar von sich selbst dachte man es. Sich einzugestehen das man unter Depressionen leidet, ist ein langer Weg. Diese Krankheit ist in meinen Augen, die am meist missverstandenste Krankheit überhaupt. Man sieht zum großen Teil keinem an, dass derjenige daran erkrankt ist.

Es spielt sich alles nur im Kopf des Betroffenen ab. Dazu kommt dann auch noch das Unverständnis der Leute mit denen man es zum Teil zu tun hat. Ein Lachen von einem selbst bedeutet für andere gleich das man doch nichts hat. Keiner versteht, wie es in einem selbst abgeht.

Der Beginn um über das Leben nachzudenken

Ich schleppte mich all die Jahre irgendwie durch das Leben. Bis zum Jahre 2017 wo es nicht mehr ging. Meine Ärztin erkannte das und nahm mich erst mal aus meinem bisherigen Alltag raus. Dies war der Beginn, wo ich mir unheimlich viele Gedanke über mein Leben machte. Mir kamen viele Fragen auf, für die ich spontan keine Antworten fand.

Will ich so wie jetzt weitermachen? Was kann ich ändern? Bin ich glücklich mit dem, was ich erreicht habe? Der Weg, um überhaupt darüber intensiv nachzudenken war lang. Viele Änderungen kamen auch spontan.

So zum Beispiel der Eintritt in die Partei DIE LINKE., die Mitarbeit beim Oberbürgermeisterwahlkampf 2018 in Frankfurt (Oder) oder die Übernahme von wichtigen Funktionen in der Partei. All das kam, weil ich mich öffnete für was Neuem.

Der Beginn von etwas Neuem

Insgesamt war ich von September 2017 bis Dezember 2018 krankgeschrieben. Eine extrem lange Zeit die aber viel in mir bewegt hat. Positive wie auch negative Dinge. 

Die positiven Dinge habe ich schon oben weiter aufgezählt. Negativ war leider die Trennung von meiner Partnerin, an der ich noch heute enorm zu knabbern habe.

Neben der Partei wurde aber noch ein Ort zu meinem neuen Betätigungsfeld.
Das BLOK-O in Frankfurt (Oder). Ein neu eröffnetes Coworking-Space in dem ich mich absolut entfalten kann. Es ist zu meinem zweiten Zuhause geworden. Dort kann ich neben meiner eigentlichen Arbeit auch unabhängig an meinen eigenen Projekten arbeiten.

Unabhängig ist für mich zu einem Synonym geworden, wie ich mein Leben in Zukunft neu gestalten will. Das geht auf keinem Fall von heut auf morgen. Aber jeder einzelne Tag ist ein Schritt in die für mich richtige Richtung. Es wird ein langer Weg um das Leben neu zu erfinden.

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