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Glücklich oder nicht – Was bedeutet es und wie kann man das erreichen

Lesedauer 3 Minuten

Warum bin ich nicht glücklich? Diese Frage bringt mich zurzeit fast um den Verstand. Verlange ich zu viel? Schätze ich das nicht hoch genug an was ich habe?

Ich bin ehrlich, seit einigen Tagen geht es mir richtig mies. Irgendwie will es absolut nichts laufen. Privat, beruflich wie auch gesundheitlich nicht. Seit vergangenen Montag, also einen Tag nach der Kommunalwahl, geht es gefühlsmäßig nur noch bergab.
Die persönliche Niederlage und als solche sehe ich die Nichtwahl an, schmerzt enorm.
Am Dienstag nach der Wahl ereilte mich dann auch noch Ereignis, welches sich sehr negativ auf meine Zukunft auswirken kann.
Ich kann und will nicht darüber reden. Noch nicht! Eines ist aber Fakt, es sind Sachen passiert, auf die ich keinen Einfluss hatte und für die ich demzufolge nichts kann. Aber wie nur beweisen?

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Letzten Montag bin ich dann auch noch auf Arbeit zusammengeklappt. Ob es die Hitze war oder der seelische Notstand, weiß ich nicht.

Bin ich glücklich?

Seit dem Montag nach der Wahl verkrieche ich mich quasi nur noch in meiner Wohnung und gehe nur für das Notwendigste raus. Sei es arbeiten, Ehrenamt oder einkaufen.
Keine Ahnung, ob ich mich mal wieder mitten in einer depressiven Episode befinde. Jedenfalls grüble ich sehr viel. Eigentlich ständig, da ich seit gut einer Woche kaum noch schlafe.

Mir gehen unheimlich viele Sachen durch den Kopf und immer wieder kommt die Frage auf „Bin ich glücklich?“ und „Was muss ich tun, um glücklich zu sein?“. Okay, eine Sache wüsste ich spontan. Die negative Sache vom vorletzten Dienstag muss sich zum Guten wenden.

Aber was ist eigentlich glücklich sein? Der Duden kennt dazu folgende Definition:

Glücklich – von froher Zufriedenheit, Freude, Glück erfüllt

Duden.de

Wenn ich diese Definition lese, dann stelle ich fest, dass klar ist, warum ich nicht glücklich bin.

Zufriedenheit: Ich bin absolut nicht zufrieden mit meiner derzeitigen Situation. Klar, ich habe einen gut bezahlten Job und kann mir eigentlich alles kaufen, was ich möchte. Aber das hat auch seine Schattenseiten. Dieser Job ist mit Schichtarbeit verbunden, welche ich nun schon seit 28 Jahren mache. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Schichtarbeit sich negativ auf die Psyche auswirkt.

Die gesundheitliche Belastung von Schichtarbeit wird durch die Forschung immer wieder bestätigt. So beschreibt eine zusammenfassende Studie der BAuA, dass das kumulierte Schlafdefizit und die geringere Erholsamkeit des Schlafs „mit Erschöpfung einhergeht, die sich langfristig in Formen von Burnout (z. B. chronischer Erschöpfung) äußern kann“. Es wird zudem ein Zusammenhang gesehen zwischen Nachtarbeit und depressiven Stimmungslagen, Angstzuständen und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Andere Studien zeigen, dass das Unfallrisiko in der Nachtschicht deutlich höher ist und bei mehreren aufeinanderfolgenden Schichten noch weiter ansteigt. Hauptursache auch hier: Erschöpfung.

Quelle: DGB – “Schichtarbeit: Gegen den biologischen Rhythmus”

Zum kompletten Artikel “Schichtarbeit: Gegen den biologischen Rhythmus”

Nun kann man nicht einfach so schnell aus den Schichten raus. Jahrelang hat man sich auf das Gehalt mit den Schichtzuschlägen finanziell eingerichtet und da fällt es schon enorm ins Gewicht, wenn man nur noch in Normalschicht arbeiten geht.

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Freude: Ja was soll ich sagen! Durch das nicht glücklich sein, hält sich meine Freude über gewisse Dinge ziemlich in Grenzen. Ja klar, ich lache auch mal oder quatsche blöd. Seit gut 1 ½ Wochen ist das aber nicht mehr der Fall. Die Gründe habe ich weiter oben ja schon genannt. Auch privat ist alles kaputt. Ich bin ein Familienmensch und da schmerzt es extrem, wenn man allein durchs Leben gehen muss.

Ich versuche zwar, mich irgendwie abzulenken, aber das gelingt mir nur mäßig. Zum Rausgehen muss ich mich regelrecht zwingen und am liebsten würde ich nur auf der Couch liegen.

Zum Definitionspunkt „Glück erfüllt“ muss ich ja nun nichts mehr sagen. All das was ich gerade geschrieben habe, zeigt deutlich, dass ich nicht von Glück erfüllt bin.

Psychologen versuchen, einem immer gute Ratschläge zu geben, die man dann nur noch umsetzen muss. Leichter gesagt als getan. Ich kann ja nun nicht das ganze Leben im Urlaub sein, um abzuschalten. Und solange mich diese eine gewisse Sache belastet, kann ich sowieso an nichts Positives denken.

Wenn man das Internet durchforstet, findet man unzählige Tipps, um glücklich zu werden.
Dankbarkeit, Lernen Sie „Nein“ zu sagen, das Leben nutzen und genießen und so weiter. Alles schöne Tipps, wenn sie nur so einfach umzusetzen wären.
Schauen wir mal, was die nächsten Tage und Wochen so bringen. Vielleicht ist das alles auch nur wieder so eine vorübergehende Phase.

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