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Weihnachten – Früher war alles anders

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Ich gönne jedem die Freude an Weihnachten, aber lasst mich mit diesem Fest bloß in Ruhe.

Weihnachten – Jedes Jahr der gleiche Wahnsinn

Jedes Jahr der gleiche Wahnsinn. Weihnachten steht vor der Tür und die Leute drehen im wörtlichen Sinne durch. Wie von Sinnen werden Unsummen ausgegeben, um die Lieben glücklich zu machen. Bei vielen sieht das Glück nach Weihnachten dann so aus das sie das Geschenkte umtauschen. 2007 gab es eine interessante Umfrage zu diesem Thema. Das GfK fragte die Leute, was sie mit ihren Geschenken machen.

55,3 Prozentgaben an sie umzutauschen. 40,8 Prozent wollten sie weiterverschenken und 18,1 Prozent versuchte das Geschenkte zu verkaufen. Der Knaller sind aber die 6,4 Prozent, die das Geschenk einfach wegwarfen. Den Artikel zur Umfrage findet ihr hier. Elf Jahre ist die Umfrage zwar alt aber mit Sicherheit immer noch aktuell. Und das ist doch der Irrwitz an Weihnachten. Hauptsache was verschenken damit man seine Pflicht getan hat.

Aber es geht ja nicht nur um Geschenke. In den Supermärkten kaufen die Leute ein als würden die Geschäfte nach den Feiertagen nie wieder öffnen. Das Phänomen ist übrigens auch an all den anderen Feiertagen zu beobachten. Da wird an Heiligabend und an den folgenden Feiertagen aufgetischt als würde es das ganze Jahr nichts mehr geben. Dadurch geraten die Leute in einen Stress um es genau am 24.12. bis 26.12. so toll zu machen wie sonst das ganze Jahr nicht. Sollte das ganze Jahr nicht so sein? Einfach um glücklich zu sein? Selbst im Straßenverkehr merkt man den Weihnachtsstress den Leuten am Fahrstil an.

Früher war alles anders. Das ist der bekannteste Spruch überhaupt und in dem Fall scheint dieser auch zu stimmen. Ok, ich war noch nie wirklich für aufgezwungene Heiterkeit zu Festivitäten. Der Geschenke zuliebe habe ich dann doch auf Fröhlichkeit gemacht. Allerdings wussten meine Eltern nie, dass die angebliche Überraschung in Wirklichkeit keine mehr war. Als Kind hat mich die Neugier immer dazu gebracht, nach den Geschenken zu stöbern. Jedes Mal war diese nervenaufreibende Aktion, man hätte ja auf frischer Tat erwischt werden können, von Erfolg gekrönt. So war es an Heiligabend nur noch ein in Empfang nehmen der Geschenke. Das Aufregendste an der ganzen Prozedur war da noch die gespielte Freude.

In mir steckt der Grinch

Ich bin, was Weihnachten angeht, echt der Grinch. Als Kind hat man nicht mitbekommen, ob es zur Weihnachtszeit stressig war oder nicht. Allerdings habe ich davon auch als junger Erwachsener nicht wirklich was bemerkt. Und das obwohl ich für mich selbst verantwortlich war. Erst in den späteren Jahren habe ich diese Hektik negativ wahrgenommen. Ich versuche mich, bisher immer erfolgreich von diesem Stress fernzuhalten. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich m

ir nichts aus Geschenken mache. Alles was ich brauche, kann ich mir selber kaufen und da bedarf es keine extra Feierlichkeiten. Genauso ist es für mich ein Graus für andere Geschenke zu finden. Nicht das mir nichts einfällt. Vielmehr habe ich zu oft das Falsche besorgt.Jedenfalls aus der Sicht des Beschenkten.

Trotz dieser negativen Einstellung werde ich mich nicht gegen das Weihnachtsfest wehren. Man mag mir nur nicht übelnehmen, wenn ich nicht vor Freude nackt um den Tisch tanze.

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