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Wochengedanken

Wochengedanken – Warum bin ich so wie ich bin und nicht anders?

Lesedauer 2 Minuten

Da ich letzte Woche in dieser Rubrik nicht gepostet hatte, ausnahmsweise mal an einem Dienstag die Wochengedanken. Aber nächste Woche dann hoffentlich wieder regulär am Donnerstag. 
Ich frage mich jeden Tag, warum ich immer so dämlich reagieren muss, wenn was nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle. Jeden Tag frage ich mich, warum ich so oft mit Worten verletze und warum ich so negativ auf Diskussionen einsteige. 

Grundsätzlich bin ich ein Mensch, der sich Kritik sehr zu Herzen nimmt und immer versucht es recht zu machen. Das liegt in meinem Wesen. Man mag es nicht glauben und Leute, die mich kennen werden, ungläubig den Kopf schütteln, aber ich bin jemand, der es immer harmonisch haben will. 
Und gerade deshalb frage ich mich, warum ich das so oft nicht ausstrahlen kann.

Warum?

Die Gründe will ich nicht in der Vergangenheit suchen, aber es ist wiederum auch Fakt, das die Kindheit einem prägt. Ich war schon immer introvertiert. Sprich, ich war lieber für mich allein und habe mein Ding gemacht.
Seit 2017 bin ich nun ehrenamtlich tätig und stehe in Verantwortung. Nicht alles was ich mache, stößt auf viel Gegenliebe und wird kritisiert. Auf diese Kritik reagiere ich noch sehr oft ungehalten und nehme alles persönlich.
Dabei weiß man es sicherlich durchaus zu schätzen was und wie ich es mache. Man will mir nichts Böses, sondern will mich freundlich auf einen Fehler hinweisen. Das sehe ich immer öfters ein und versuche mich dementsprechend zu verhalten.

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Sehr oft sind aber Hinweise auf Fehler pingelig. Ich nenne die Leute, die mich auf solche Fehler hinweisen mitunter Querulanten. 

Querulant ist jemand, der sich unnötigerweise beschwert und dabei starrköpfig auf sein [vermeintliches] Recht pocht

Einige Synonyme zu Querulant: Nörgler, Nörglerin, Meckerer, Meckerin, Nörgelfritze

Duden

Diese Menschen haben sich zum Ziel, gesetzt alles und jeden zu kritisieren und ihn Fehler nachzuweisen. Genau diese Menschen sehen aber keine Fehler bei sich selbst und sehen sich als perfekt.
Der einzige Trost für mich ist, dass ich bei meiner Einschätzung dieser Menschen nicht allein bin. 
Allerdings stoße ich bei dieser Sorte unangenehmer Menschen sehr häufig an meine Grenzen.

Warum ist das so? Gute Frage. Vielleicht ist es einfach, schwer für mich diese Kritik mit einem Lächeln zur Kenntnis zu nehmen. Einfach mal denken “Was für ein Ar…”.
Vielleicht ist es auch die Angst und der Druck, dass mich diese Menschen absägen könnten mit ihrer ungerechtfertigten bzw. pingeligen Kritik.
Möglicherweise, und da bin ich mir sogar ziemlich sicher, ist es auch mangelndes Selbstbewusstsein.

Ich liebe das, was ich mache und ich versuche es jeden recht zu machen. Vielleicht ist das der Fehler. Vielleicht sollte ich einfach weniger machen. Vielleicht sollte ich aber einfach gewisse Dinge einfach überlesen. Der Inhalt ist wichtig und nicht die Formulierung.

Seit heute habe ich mir fest vorgenommen, es besser zu machen und einfach lockerer durch das Leben zu gehen. Vielleicht mögen mich dann die Menschen auch wieder oder können mir zumindest verzeihen.

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